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Beschreibung des Bildes, Foto: T.Klaeber
Foto: T.Klaeber

Aktuelles

Elbe-Elster-Klinikum

, A. Heide

Gemeinsamer Aktionstag der Krankenhäuser

Dienstag, 26.05.2026

Das Elbe-Elster Klinikum beteiligt sich am Donnerstag, den 28. Mai 2026, an der bundesweiten Protestaktion von ver.di und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Unter dem Motto „5 nach 12 – Wir sparen uns kaputt!“ machen Beschäftigte des Klinikums gemeinsam mit weiteren Akteuren auf die dramatische finanzielle Lage deutscher Krankenhäuser aufmerksam.

Hintergrund des Protestes ist der im April 2026 beschlossene Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum sogenannten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Dieser sieht unter anderem vor, die vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen sowie der Pflegepersonalkosten am Bett zu streichen. Krankenhäuser warnen vor massiven Folgen für die Versorgung, die Arbeitsbedingungen und die Zukunft der Gesundheitsberufe.


Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sollte ursprünglich die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung gesichert werden. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Maßnahmen vor allem zulasten der Versicherten und Leistungserbringer gehen. Besonders umstritten ist die reduzierte Beteiligung des Bundes an den Gesundheitskosten für Bürgergeldbeziehende. 
Nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes fehlen der gesetzlichen Krankenversicherung dadurch bis 2030 rund 50 Milliarden Euro. Die Folge sind steigende Zusatzbeiträge, wachsender wirtschaftlicher Druck auf Kliniken, Praxen und andere Leistungserbringer sowie zunehmende Risiken für die langfristige Sicherung einer hochwertigen Gesundheitsversorgung. Vertreter aus dem Gesundheitswesen sprechen daher von einer Kostenverschiebung auf Beitragszahler und Einrichtungen, anstatt einer nachhaltigen Strukturreform des Systems. 


„Die wirtschaftliche Situation vieler Kliniken ist bereits heute kritisch. Weitere Einsparungen gefährden nicht nur Arbeitsplätze, sondern langfristig auch die medizinische Versorgung in der Region. Unser Klinikum könnten die Maßnahmen über 3 Millionen Euro kosten“, betonen die Organisatoren der Protestaktion am Elbe-Elster Klinikum.


Die Mitarbeitenden des Klinikums wollen deshalb gemeinsam ein sichtbares Zeichen setzen. Geplant ist eine kreative Protestaktion mit symbolischen Bildern, die die zunehmende Überlastung im Gesundheitswesen darstellen sollen. 

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