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Beschreibung des Bildes, Foto: T.Klaeber
Foto: T.Klaeber

Fieberkrampf bei Kindern

Ihre Behandlung

Symptome

Ein Fieberkrampf selbst wird nicht operiert.

Muskelverkrampfungen

  • der Körper wird plötzlich steif und gestreckt

Zuckungen

  • rhythmische Zuckungen von Armen und Beinen

Bewusstlosigkeit

  • das Kind ist nicht ansprechbar, oft sind die Augen verdreht oder starr, die Pupillen erweitert

Dauer

  • meist kurz, endet von selbst nach wenigen Minuten (oft < 3 Min., selten bis zu 15 Min.)

nach dem Anfall

  • das Kind ist müde, schläfrig oder verwirrt (postiktale Phase)

 

Diagnostik

klinische Untersuchung

  • meist reicht die Befragung der Eltern und die Untersuchung durch den Kinderarzt, da der Krampf im Rahmen eines Infekts auftritt

Fiebermessung

  • obligat

Blutuntersuchung

  • zur Bestimmung der Entzündungswerte

EEG (Hirnstrommessung)

  • nicht standardmäßig notwendig
  • nur bei komplizierten, sehr langen oder wiederholten Anfällen, um eine Neigung zu Epilepsie auszuschließen

Lumbalpunktion

  • nur bei Verdacht auf eine Hirnhautentzündung (Meningitis) erforderlich

 

Therapie (Akutmaßnahmen und Medikamente)

Es gibt keine operative Therapie für Fieberkrämpfe.

Ruhe bewahren

  • das Kind nicht festhalten, sondern sicher lagern (Seitenlage)

Gefahrenquellen entfernen

  • stabile Seitenlage, nichts in den Mund stecken

Fiebersenkung

  • nach dem Krampf (oder bei Fieber) Paracetamol oder Ibuprofen, oft als Zäpfchen

medikamentöse Akuttherapie

  • bei Anfällen, die länger als 5 Minuten dauern, verschreiben Ärzte krampflösende Mittel (z.B. Diazepam-Rektiole) zur Anwendung zu Hause

Krankenhaus

  • bei einem ersten Anfall, besonders unter 1 Jahr oder > 10 Min. Dauer, ist eine ärztliche Abklärung (Notarzt/Klinik) zwingend

 

Nach dem Fieberkrampf (Nachsorge)

Ursachenforschung

  • Abklärung der fieberauslösenden Infektion (meist Atemwegs- oder Magen-Darm-Infekt)

Rezidivprophylaxe

  • da das Risiko für weitere Fieberkrämpfe bei ca. 20–35 % liegt, wird Eltern oft ein Notfallmedikament für zu Hause mitgegeben

Prognose

  • ein einfacher Fieberkrampf hat keine langfristigen negativen Auswirkungen auf die Entwicklung und erhöht das Risiko für Epilepsie kaum

Verhalten bei erneutem Fieber

  • Frühzeitige und konsequente Fiebersenkung

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