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Beschreibung des Bildes, Foto: T.Klaeber
Foto: T.Klaeber

Gallenblasenoperation

Ihre Behandlung

Wann ist eine Operation erforderlich?

  • wiederkehrende Gallenkoliken
  • Entzündung der Gallenblase
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung ausgelöst durch Gallensteine
  • Gallenblasenpolypen, insbesondere ab einer Größe von 10 mm zur Reduzierung eines möglichen Karzinomrisiko
  • Porzellangallenblase: Verkalkte Gallenblasenwand
  • Steine im Hauptgallengang
  • geplatzte Gallenblase

 

Wann wird zunächst nicht operiert?

  • kleine Gallensteine bis ca. 3 cm, die keine Beschwerden verursachen

 

Symptome

Eine Operation wird notwendig, wenn die Gallenblase Beschwerden verursacht, in der Regel durch Gallensteine (Cholelithiasis), Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) oder eine Gallenkolik.

kolikartige Schmerzen

  • starke Schmerzen im rechten Oberbauch, die in Rücken oder Schulter ausstrahlen können

Fettunverträglichkeit

  • Schmerzen nach fettreichen Mahlzeiten

Begleitsymptome

  • Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Völlegefühl

Fieber/Gelbsucht

  • Anzeichen einer schweren Entzündung oder eines verstopften Gallengangs

 

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt meist schnell und zuverlässig durch:

Ultraschall (Sonographie)

  • bildet Gallensteine und entzündliche Veränderungen der Gallenblasenwand ab

Blutuntersuchung

  • Überprüfung der Entzündungswerte und Leber/Gallenwerte (z.B. CRP, Leukozyten, Bilirubin)

MRT/ERCP

  • in speziellen Fällen zur Darstellung der Gallengänge

 

Therapie (OP-Verfahren)

Laparoskopische Cholezystektomie ("Schlüsselloch-Chirurgie")

  • Standardverfahren, bei der die Gallenblase über 3–4 kleine Schnitte im Bauchraum entfernt wird

Offene Cholezystektomie

  • notwendig, wenn eine Laparoskopie nicht möglich ist (größerer Bauchschnitt)

Dauer

  • der Eingriff dauert oft nur 30–60 Minuten

 

Nach der Operation

Krankenhausaufenthalt

  • meist 1–2 Tage nach laparoskopischer OP, bei offener OP bis zu 3 Tage

Schmerzen/Beschwerden

  • leichte Schmerzen im Bauchbereich, typische Schulterschmerzen (durch das verwendete CO2-Gas) können vorkommen, verschwinden aber meist nach 1–2 Tagen

Erholung

  • leichte körperliche Tätigkeit ist nach einer Woche wieder möglich, schwere Belastung (Heben > 5kg) sollte für 2–3 Wochen vermieden werden

Fäden

  • meist lösen sich die Fäden selbst auf oder die Haut ist geklammert/geklebt

Ernährung

  • Keine spezielle Diät langfristig nötig. In den ersten 2–3 Wochen ist eine fettarme Ernährung empfohlen, um den Darm an die fehlende Gallenblasenspeicherung zu gewöhnen.

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