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Beschreibung des Bildes, Foto: T.Klaeber
Foto: T.Klaeber

Magen- / Darmspiegelung

Ihre Behandlung

Beschreibung

Die Magen- und Darmspiegelung ist ein minimalinvasives Verfahren zur Untersuchung der Verdauungsorgane.

 

Symptome / Gründe

Spiegelungen werden durchgeführt, wenn Patienten anhaltende Beschwerden haben oder zur Vorsorge.

Magenspiegelung (Gastroskopie)

  • starke Oberbauchschmerzen, Sodbrennen/saures Aufstoßen, unerklärlicher Gewichtsverlust, Erbrechen von Blut, Teerstuhl, anhaltende Übelkeit, Schluckstörungen, Eisenmangelanämie

Darmspiegelung (Koloskopie)

  • Blut im Stuhl, Veränderung der Stuhlgewohnheiten (Durchfall, Verstopfung), Bauchschmerzen / Krämpfe, unklare Gewichtsabnahme, Vorsorge ab 50 Jahren (bzw. früher bei familiärer Vorbelastung)

 

Diagnostik und Ablauf

Beide Untersuchungen nutzen ein flexibles Endoskop, eine biegsame Sonde mit Kamera.

 

Vorbereitung

Magenspiegelung

  • nüchtern bleiben (mind. 6 Stunden vorher nichts essen)

Darmspiegelung

  • der Darm muss am Vortag und Morgen der Untersuchung durch Abführlösungen komplett gereinigt werden

Untersuchung

  • der Patient erhält meist eine Sedierung ("Schlafspritze") und bemerkt von der Untersuchung in der Regel nichts
  • das Endoskop wird eingeführt, der Arzt betrachtet die Schleimhäute auf einem Monitor

Dauer

  • 10–12 Minuten (Darm), kürzer (Magen)

erweiterte Diagnostik

  • Gewebeproben (Biopsien) können schmerzfrei entnommen werden

Alternative

  • Kapselendoskopie (vor allem für Dünndarm)

 

Therapie

Die therapeutische Endoskopie ermöglicht Eingriffe während der Untersuchung, ohne dass ein äußerer Schnitt nötig ist.

Polypektomie (Polypenentfernung)

  • bei der Darmspiegelung werden Polypen (gutartige Vorstufen von Krebs) mit einer kleinen Schlinge entfernt

Blutstillung

  • aktive Blutungen (z.B. bei Magengeschwüren) können gestillt werden

Fremdkörperentfernung

  • Entfernung verschluckter Gegenstände

Erweiterung von Engstellen

  • Aufdehnen von Verengungen in Speiseröhre oder Darm

 

Nach der Untersuchung (Nachsorge)

Nach der Untersuchung erholt sich der Patient in einem Aufwachraum.

unmittelbar danach

  • Da Beruhigungsmittel verwendet wurden, ist man für 24 Stunden nicht verkehrstüchtig (kein Auto fahren).

Ernährung

  • nach einer Magenspiegelung: nach Abklingen des Rachensprays trinken, bald wieder essen
  • nach einer Darmspiegelung: oft leichte Kost, blähende Speisen vermeiden
  • bei Polypenabtragung:  ggf. am Tag des Eingriffs eher leichte/flüssige Kost

Beschwerden

  • leichte Blähungen oder krampfartige Bauchschmerzen (durch verbliebene Luft) sind normal

Nachsorge nach Polypenentfernung

  • ggf. für ca. 10 Tage keinen Alkohol und schwere körperliche Belastung vermeiden

Warnsignale

  • bei starken Schmerzen, Fieber, Schwindel oder Blutabgang aus dem After unverzüglich den Arzt oder die Notaufnahme aufsuchen

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