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Beschreibung des Bildes, Foto: T.Klaeber
Foto: T.Klaeber

Blinddarmentzündung

Ihre Behandlung

Symptome

Schmerzen

  • typischerweise Beginn im Nabelbereich oder Oberbauch, die nach einiger Zeit in den rechten Unterbauch wandern (charakteristischer Wanderschmerz)

Druckschmerz

  • starker Schmerz bei Druck in der Mitte zwischen Bauchnabel und rechtem Hüftknochen (McBurney-Punkt)

Loslassschmerz

  • Schmerz beim Loslassen, nachdem der rechte Unterbauch eingedrückt wurde (Blumberg-Zeichen)

Psoas-Zeichen

  • Schmerz im rechten Unterbauch beim Anheben des gestreckten rechten Beins gegen Widerstand

Husten/Erschütterung

  • Schmerzen verstärken sich bei Erschütterung (z. B. Hüpfen) oder Husten

Begleitsymptome

  • Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit

Besonderheiten

  • besonders bei Kindern können die Symptome untypisch sein (Reizbarkeit, Bauchschmerzen allgemein)

 

Diagnostik

Um eine Entzündung sicher festzustellen, werden verschiedene Methoden angewandt:

Klinische Untersuchung

  • Abtasten des Bauches auf Druckschmerz und Abwehrspannung

Laborwerte

  • Blutuntersuchung (erhöhte Entzündungswerte, z. B. Leukozyten)

Bildgebung

  • Meist eine Ultraschalluntersuchung (Abdomensonographie). In seltenen Fällen oder bei unklaren Befunden kann ein CT oder MRT durchgeführt werden.

 

Therapie

Operationsmethode

  • die laparoskopische („Schlüsselloch-“) Methode ist Standard, hierbei wird der Blinddarm über kleine Schnitte mit einer Kamera entfernt

Alternative

  • In manchen Fällen, besonders bei fortgeschrittenem Befund, kann eine offene Operation (konventionell) nötig sein.

Narkose

  • die Operation erfolgt in der Regel unter Vollnarkose

Konservative Behandlung

  • Bei unkomplizierter Entzündung ist in manchen Fällen eine Behandlung mit Antibiotika möglich, jedoch gilt die Operation als sicherste Therapie.

 

Nach der Operation

Krankenhausaufenthalt

  • meist 2–3 Tage bei unkomplizierten Fällen

Schonung

  • körperliche Schonung für ca. 8–14 Tage

Sport und Aktivität

  • leichte Aktivitäten wie Spazierengehen sind früh möglich
  • auf Sport, schweres Heben (über 5 kg), Baden und Sauna sollte für 2 bis 4 Wochen verzichtet werden

Arbeitsunfähigkeit

  • je nach körperlicher Belastung (Büro vs. körperliche Arbeit) ca. 1 bis 3 Wochen

Wundheilung

  • die Hautfäden lösen sich oft von selbst auf

Ernährung

  • nach der OP ist meist keine spezielle Diät nötig, man sollte jedoch mit leichter Kost beginnen

Komplikationen

  • selten können Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten
  • Fieber, starke Schmerzen oder eine entzündete Wunde erfordern eine sofortige Rücksprache mit einem Arzt

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